Hintergrund: Wissensgesellschaft und Wissensorientierung

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAHintergrund des Kompetenzmanagements: Die Wissensgesellschaft

Wenn vom Paradigmenwechsel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft die Rede ist, wird im Zusammenhang mit betrieblichen Prozessen und strategischen Unternehmensentscheidungen oft die Integration und Konzentration vorhandener Wissens- und Kompetenzbestände thematisiert. Diese Forderung vieler Unternehmenslenker und -strategen basiert auf der Erkenntnis, dass die Handlungslogik der heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft sich gänzlich von der einer Industriegesellschaft von vor 30 Jahren unterscheidet:

Unternehmen konkurrieren nicht mehr allein um Produkt- und Marktallokationen; sie stehen vielmehr in einem direktem Wettbewerb um die Kompetenzen von Mitarbeitern und wissensintensiven Ressourcen.

 Stellen Sie sich die folgende Frage: Welche Auswirkungen hat die Wissensgesellschaft auf Ihre Unternehmensstrategie? Mit welchen Herausforderungen geht Ihr Unternehmen mit den Auswirkungen um?

Die Fähigkeit der Mitarbeiter eines Unternehmens, ihr Wissen, ihre Ideen und Visionen in Wertschöpfung zu verwandeln werden zum wichtigsten Produktionsfaktor und Wettbewerbsvorteil der Zukunft. Wie sonst lassen sich die aktuellen Phänomene der Migration von Eliten ins Ausland, das kostspielige Talent-Management vieler Unternehmen oder die Diskussion um Elite-Universitäten erklären, wenn nicht unter dem Gesichtspunkt der Konzentration auf Wissen und Kompetenz? Fragen Sie doch einmal Ihre Kunden oder Kollegen, welches in zehn Jahren die wichtigsten Wettbewerbsfaktoren sein werden – Sie werden feststellen, dass die Antworten fast ausschließlich einen Bezug zu Wissen und Kompetenz haben.

Die Erzeugung einzigartiger Wissensprodukte und langfristiger Innovationsvorteile in einem wissensintensiven Umfeld ist bereits heute die wichtigste Steuerungsgröße des Unternehmenserfolges.

Um den neuen Herausforderung zu begegnen müssen Unternehmen zum Teil intensive Lernprozesse durchlaufen, die oftmals mit einem radikalen Umbau gewohnter Prozesse, Technologien, Führungsbilder, Verantwortlichkeiten, Lohnmodelle oder Strategien einher gehen. Die neue Welt des Wettbewerbs kennt deshalb nicht nur Gewinner, wie Apple, 3M, Microsoft oder Google, die als extrem wissensintensive und innovative Unternehmen den heutigen Wettbewerb stark prägen und den Umgang mit eigenen Kompetenzen par excellence beherrschen. Für den Großteil der Unternehmen gehen die veränderten Umweltbedingungen mit radikalen Veränderungsprozessen einher, wie z.B. Mitarbeiterentlassungen, Standorttransfers oder -schließungen oder dem grundlegenden Wechsel von Strategie und Führung. Aktuelle Beispiele aus Unternehmen wie Airbus, TUI, Siemens, Mannesmann oder der Deutschen Bank belegen diese Tendenzen.

Unternehmen dürfen und können sich jedoch diesen veränderten Rahmenbedingungen nicht entziehen. Je früher die Entscheidung fällt, eine Richtungsänderung einzuschlagen, desto freier ist ein Unternehmen in den Möglichkeiten, die eigene Kompetenzstrategie nach seinen Vorstellungen zu gestalten und seine eigene Kompetenzbasis zu nutzen. Ein Kompetenzmanagement ist dabei der entscheidende strategische und operative Begleiter auf dem Weg zu einem kompetenzbasiertem Unternehmen.

Ist Ihre Kompetenzstrategie so aufgebaut, dass Sie den Herausforderungen der Wissensgesellschaft standhalten

Eine Anleitung zur Entwicklung einer nachhaltigen Kompetenzstrategie erläuertern wir im Kapitel 1 des Buches.

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Flickr Credit: Beatrice Murch, Creative Commons